Sakralbauten · Mainz-Gonsenheim
Glockenturm der Auferstehungsgemeinde
Gold und Beton
Betoninstandsetzung, die Alt und Neu ablesbar lässt – und drei Kreuze aus Blattgold auf der Gitterhaube, je nach Wetter mal dezent, mal leuchtend.

- Nutzung
- Glockenturm
- Zeitraum
- 2021 – 2024
- Denkmalstatus
- Einzelkulturdenkmal
- Standort
- Mainz-Gonsenheim
Bericht
Der Glockenturm der evangelischen Auferstehungsgemeinde in Mainz-Gonsenheim wurde in den 60er Jahren erbaut. Prägend ist vor allem die Komposition der Gebäudeteile und des Außenbereichs. Die ehemals mit Blattgold vergoldete Gitterhaube des Glockenturms galt als Blickfang und war auch aus der Ferne ortsbildprägend. Durch die Witterung der Jahre wiesen sowohl Gitterhaube als auch Betonfassade große Schäden auf.
Durch intensive Voruntersuchungen und Abwägung aller möglichen Sanierungsansätze wurde eine punktuelle Instandsetzung der Schäden und damit der maximale Erhalt der historischen Bausubstanz als sinnvolle Ausführungsweise erachtet. Die Betonfassade ist im Bestand in ihrer Farbigkeit und Oberflächenstruktur sehr inhomogen, weshalb bewusst auf eine farbige Anpassung des Ergänzungsmörtels verzichtet wurde. Im Gegenzug wurde bei der punktuellen Instandsetzung auf eine ansprechende Ausführung der einzelnen Flächen zueinander geachtet. Neu und Alt lassen sich so gut ablesen.
Der heutigen Zeit angemessen wurde die Gitterhaube mit einem Goldeffektlack versehen. Dem Wunsch der Gemeinde nach einem sichtbaren Kreuz am Glockenturm wurde auf denkmalverträgliche Weise Rechnung getragen: Auf dem Goldeffektuntergrund wurden drei Kreuze aus wertigem Blattgold abgesetzt. Diese zeichnen sich gleichsam dezent und doch lesbar ab. Je nach Wetterlage entsteht ein abwechslungsreiches Spiel von Glanz und Reflexion.
Abbildungen
Abbildungen

Abb. 1Gitterhaube mit Goldeffektlack und Kreuz aus Blattgold vor blauem Himmel 
Abb. 2Glockenturm der Auferstehungsgemeinde zwischen Bäumen 
Abb. 3Betonfassade mit punktuell instand gesetzten, ablesbaren Flächen 
Abb. 4Glockenturm mit Treppenanlage und Kirche 
Abb. 5Gesamtanlage der Auferstehungsgemeinde mit Vorplatz und Treppe