Sakralbauten · Limburg an der Lahn
Hoher Dom zu Limburg
Neue Zeitschicht im Dom Limburg
Neue Geländer für die Emporen des Limburger Doms – aus Schwarzstahl und Messing, ohne eine einzige Schraube in der historischen Substanz.

Bericht
Die zeitgemäße Nutzung der Emporen im Hohen Dom zu Limburg genügte den heutigen Anforderungen an die Besuchersicherheit nicht. Seitens der Bauherrschaft wurden diverse Versuche unternommen, die großen Öffnungen des historischen Metallgeländers sicherer zu gestalten. Dies scheiterte häufig an der Vereinbarkeit mit den Zielen des Denkmalschutzes.
Mit einer Entwurfsstudie konnten wir Wege aufzeigen, welche die Schutzziele der Besucher und der Bausubstanz und Denkmalpflege gekonnt verbinden. Die Ergänzungen der historischen Geländer aus Schwarzstahl und Messing sind gänzlich ohne Schraubverbindungen in der wertvollen Bausubstanz eingebracht worden und bilden ein stabiles statisches System, allein durch Zug- und Druckkräfte.
Auf Basis der guten Zusammenarbeit wurden wir mit weiteren Aufgabenstellungen betraut: Ertüchtigung der Seilwinden, Bewertung und Ertüchtigung der Auf- und Abgänge, Entwurf eines Schriftenstands (Möbel). Das übergeordnete Sanierungsziel der einzelnen Maßnahmen ist der maximale Substanzschutz und das gestalterische Zusammenspiel der neuen Ertüchtigungen.
Es ist uns gelungen, in die über 1.000-jährige Geschichte des Domes sensibel eine neue Zeitschicht zu etablieren.
Abbildungen
Abbildungen

Abb. 1Blick von der Orgelempore in den Kirchenraum des Limburger Doms, im Vordergrund das neue Geländer 
Abb. 2Altar und Kirchenraum des Limburger Doms mit filigraner Stahlkonstruktion an den Emporen 
Abb. 3Schwarzer Rundstahl mit matten Messingverbindern am Emporengeländer 
Abb. 4Nahaufnahme: Rundstahl und Messingverbinder vor einer romanischen Säule 
Abb. 5Detail der Verbindung aus Schwarzstahl und Messing, ohne Schrauben im Bestand