Museum & Veranstaltung · Reinheim
Teichscheune
Denkmalschutz trifft Naturschutz
Bestandssicherung mitten im Naturschutzgebiet „Reinheimer Teiche“ – pünktlich zum 1. März war das Dach fertig, damit der Storch wieder einziehen konnte.

- Nutzung
- keine (Bestandssicherung)
- Zeitraum
- 2019 – 2020
- Denkmalstatus
- Einzelkulturdenkmal
- Standort
- Reinheim
Bericht
Die Teichscheune liegt mitten im Naturschutzgebiet „Reinheimer Teiche“ und wurde um 1775 als Teil einer landwirtschaftlich genutzten spätbarocken Hofanlage erbaut. Sie ist der letzte verbliebene Teil der Anlage, nachdem die restlichen Hofgebäude 1969 abgebrochen wurden.
Eine Teilsanierung der deutlich sanierungsbedürftigen Teichscheune wurde hauptsächlich zur Bestandssicherung durchgeführt. Vor allem die Dachkonstruktion wurde bestandsschonend saniert; es entstand eine lebendige Mischung aus verschiedenen Alteindeckungen aus Biberschwanzziegeln, und das teilweise beschädigte Mauerwerk wurde unter Verwendung alter Bruchsteine wiederhergestellt.
Eine besondere Herausforderung waren das umliegende Sumpfgebiet sowie die zu berücksichtigenden Brutzeiten des auf dem Dach brütenden Storches. Die Maßnahme wurde zeitlich so geplant, dass der Storch pünktlich zum ersten März wieder in sein Nest einziehen konnte. Die Teichscheune soll weiterhin keiner konkreten Nutzung dienen und in Zukunft hoffentlich noch mehr Tieren einen Unterschlupf mitten im Naturschutzgebiet bieten.
Abbildungen
Abbildungen

Abb. 1Storch im Nest auf dem Dach der Teichscheune 
Abb. 2Gemischte Alteindeckung aus Biberschwanzziegeln 
Abb. 3Giebel der Teichscheune mit wiederhergestelltem Bruchsteinmauerwerk 
Abb. 4Teichscheune im Naturschutzgebiet Reinheimer Teiche, im Vordergrund Gräser